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Chöre am Mariendom Hamburg

Der heutige Mariendom zu Hamburg (Sitz des Erzbischofs von Hamburg) wurde 1893 erbaut. Seit 1904 ist an ihr ein Chor, zunächst als Knaben- und Männerchor, erwähnt. Der Domchor ist heute ein gemischter Chor, der unter der Leitung von KMD Prof. Eberhard Lauer in drei Gruppen auftritt:

Chor des Mariendoms

Der Chor des Mariendoms wurde erstmals 1904 als Knaben- und Männerchor erwähnt, der infolge des Ersten Weltkriegs auch um Frauenstimmen erweitert wurde. Er trat vielfältig in der Liturgie der Zentralkirche der Hamburger Katholiken auf. Schon nach wenigen Jahren wurden auch größere Instrumental-Messen zu Gehör gebracht. Bemerkenswert ist, dass 1943 sogar während ständiger Bedrohung durch Luftangriffe zum 50. Kirchweihtag eine Feier mit Mozarts Krönungsmesse gehalten wurde. Nach den liturgischen Erneuerungen des Zweiten vatikanischen Konzils wurde erstmals eine Planstelle für Kirchenmusik in Hamburg errichtet. Als erster Stelleninhaber nahm der spanische Priester-Musiker Julio García Llovera neben dem „spanischen Palestrina“ Vittoria auch erstmals Bach und Händel in das Repertoire des Chores auf. Unter seiner Leitung begann der Chor seine Konzerttätigkeit und unternahm erste Konzertreisen. Seit 1982 hat Eberhard Lauer die Leitung des Chores inne. Inzwischen ist das Repertoire zu einer beachtlichen Größe angewachsen, der Chor gestaltet zahlreiche Gottesdienste, gibt Konzerte und kann auf Reisen ins In- und Ausland zurückblicken.
Kern des Repertoires ist im liturgischen Bereich die sogenannte alte Polyphonie (Palestrina, Lasso, Vittoria) und die Kirchenmusik von Haydn, Mozart, Schubert und Bruckner. Im konzertanten Bereich seien Monteverdis Marienvesper, eine Reihe wichtiger Werke von J.S. Bach (Passionen, H-Moll-Messe, Weihnachtsoratorium, Magnificat), Oratorien von Händel und Haydn, die Werke von Mozart, die Messen von Ludwig van Beethoven, die beiden Oratorien von Mendelssohn, Bruckners Te Deum, das Stabat Mater von Dvořák, die Requien von Brahms, Verdi und Duruflé und die Psalmensinfonie von Strawinsky genannt.

Die Chor-Gesamt-Gruppe führt pro Jahr zwei bis drei Konzerte auf und singt regelmäßig, etwa 10 mal, in Gottesdiensten am Mariendom. Die Mitglieder / Interessenten sollten Chorerfahrung bzw. Notenkenntnisse haben. Die freiwillige Mitwirkung bei Aufführungen wird jeweils von allen Mitgliedern erfragt. Die durchgängige Probenteilnahme ist allerdings obligatorisch. Ein Gast-Status ist für SängerInnen mit besonderer Qualifikation projektweise möglich.

Probentermin: in der Regel Dienstag, 19.30 Uhr

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Kammerchor Palestrina-Ensemble

Eberhard Lauer gründete das Palestrina-Ensemble, einen A-cappella-Projektchor für Blattsänger*innen, der hauptsächlich Alte Musik singt.

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Schola Gregoriana

Die Schola Gregoriana am St. Marien-Dom zu Hamburg wurde im Jahr 2001 von Eberhard Lauer gegründet. Sie singt regelmäßig Gregorianischen Choral in Domgottesdiensten, aber auch in Abendmusiken.
Die Schola Gregoriana besteht aus Damen und Herren und arbeitet nach der Methode der Semiologie, d.h. die Interpretation der Gesänge wird unter Einbeziehung der wichtigsten mittelalterlichen Quellen, des „Graduale Novum“ und der „Beiträge zur Gregorianik“ erarbeitet.

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